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Wochenspruch praktisch: 12. Sonntag nach Trinitatis

Gottes Blick ist behutsam. Diese Woche kann das sichtbar werden, wenn wir eine kleine Aufgabe übernehmen, die sonst niemand bemerkt.

Eine Hand ordnet in ruhigem Licht einige Alltagsgegenstände und schafft unauffällig Ordnung. Die Szene wirkt still, schlicht und behutsam.

„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“ (Jes 42,3)

Manches in einer Woche ist unscheinbar. Jemand ist müde. Eine Aufgabe bleibt liegen. Etwas Kleines braucht Aufmerksamkeit, damit es nicht noch schwerer wird.

Der Wochenspruch zeigt einen behutsamen Blick. Gott drückt nicht auf das, was schon angeknickt ist. Er löscht nicht aus, was nur noch schwach glimmt. Er geht sorgsam mit dem um, was verletzlich ist.

Vielleicht können wir das diese Woche üben. Nicht groß. Nicht sichtbar. Sondern leise.

Die kleine Übung: Tu eine Aufgabe, die sonst niemand bemerkt. Räume etwas weg. Heb etwas auf. Wische etwas sauber. Sortiere etwas, das allen hilft. Ohne Ankündigung. Ohne Lob zu erwarten.

Auch das ist gelebte Rücksicht. Es nimmt Druck weg. Es schützt, was gerade wenig Kraft hat.

Frage für die Woche: Wo kannst du heute etwas entlasten, ohne dich in den Mittelpunkt zu stellen?

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