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Neuer Wochenspruch: 12. Sonntag nach Trinitatis

Der Wochenspruch eröffnet die Woche mit einem stillen Bild der Fürsorge: Gott geht behutsam mit dem Umknicken und Glimmen im Leben um.

Ein einzelner leicht gebogener Schilfhalm an einem stillen Ufer im weichen Morgenlicht. Im Hintergrund glitzert unscharf das Wasser. Die Szene wirkt ruhig, zart und hoffnungsvoll.

„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“ Jesaja 42,3

Manchmal fühlt sich eine Woche schon schwer an, bevor sie richtig begonnen hat. Die Kraft ist nicht weg. Aber sie brennt nur noch klein. Wie ein Docht, der gerade noch glimmt. Oder wie ein Halm am Ufer, gebogen vom Wind.

Der Wochenspruch spricht nicht von Leistung. Nicht vom schnellen Wiederaufstehen. Er zeigt ein anderes Bild: behutsame Nähe. Gott geht mit dem Schwachen nicht hart um. Er drückt nicht nach, wo etwas schon geknickt ist. Er bläst nicht aus, was nur noch leise glimmt.

Vielleicht ist das der ruhige Ton für diese neue Woche: Du musst nicht erst stark wirken, damit Gott dich trägt. Das Zarte ist bei ihm nicht verloren.

Was in dir glimmt heute noch?

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