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Englische Gäste

Unerwartete Besucher und außergewöhnliche Entdeckungen

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Die Predigt "Englische Gäste" von Christoph Fischer und alle dazu gehörigen Ressourcen (Predigtzettel, Aufnahme) sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz. Verwendete Bilder stehen eventuell unter eigenen Lizenzbedingungen. Ausdrücklich von der Creative Commons-Lizenz ausgenommen sind die Logos und Namen der Gemeinde, in der die Predigt gehalten wurde und ihrer Arbeitsbereiche.

Predigttext

Hebräer 13,1-3

In aller Kürze

Wo wir mit offenen Herzen auf andere zugehen, da schenkt uns Gott vielleicht unerwartete Begegnungen.

Gnade mit euch und Friede von Gott, dem Vater und von Jesus Christus, unserem Herrn!

Liebe Schwestern und Brüder in Jesus Christus,

Den heutigen Predigttext lese ich aus dem Brief aus die Hebräer, aus dem 13. Kapitel:

Bleibt fest in der brüderlichen Liebe. Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil auch ihr noch im Leibe lebt. (Hebräer 13,1-3)

Möge Gottes Wort in unseren Herzen auf fruchtbaren Boden fallen!

"Schutzengel" steht auf dem Holzgehänge an der Tür. Darunter baumeln an kurzen Schnüren drei lustige Engelsfiguren. Wenn Conny die Tür aufmacht, dann klappern sie, als wollten sie jeden Gast gleich mit begrüßen. Oder vielleicht auch jeden Eindringling auf ihre Schutzfunktion hinweisen: "Hier wachen wir", so wie es andernorts auf Schildern mit dem Bild eines wilden Wachhunds steht.

Kirche ist nicht so Conny's Ding, hat sie mir einmal erklärt. Aber mit den Schutzengeln ist das wohl anders. Die haben ihren festen Platz an ihrer Tür. Wahrscheinlich ist es ja auch irgendwie beruhigt, sich von ihnen beschützt zu wissen. Umgeben von einer unsichtbaren Schutzmauer, die auch dann da ist, wenn alle sichtbaren, menschlichen Verteidigungslinien zusammenbrechen. Die aufpassen, auch wenn man ganz allein zu Hause ist. Das tut gut. Das gibt Sicherheit.

Lange Zeit waren Engel ja irgendwie aus der Mode geraten. Wer Elektrizität benutze und Radio höre, könne unmöglich an Engel glauben, hieß es in der modernen, aufgeklärten Welt. Höchstens auf alten Bildern tauchten sie noch auf, in Stein gemeißelt in irgendwelchen Kirchen und natürlich am Weihnachtsbaum -- äh, in der Weihnachtsgeschichte. Ansonsten spielten Engel keine große Rolle mehr. Zu recht, könnte man auch sagen. Schließlich haben sie selbst in der Bibel, die man als ihren natürlichen Lebensraum betrachten könnte, allerhöchstens eine Nebenrolle.

Aber die Engel sind zurück. In den letzten Jahrzehnten haben sie sogar einen großen kulturellen Boom erlebt. Nicht nur an Connys Wohnungstür, sondern überall: Auf dem Büchermarkt, bei den Dekoartikeln für die Wohnung, in Therapien und Selbstfindungsversuchen und sogar in der Werbung: Unsere Schutzengel haben keine Flügel, sondern Sensoren, verkündete Volkswagen. In der Kirche sind sie sowieso wieder aufgetaucht. "Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde.", beten viele jeden Morgen mit Martin Luther. Psalm 91, 11 ist der meistgewählte Taufspruch überhaupt: "Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen." So einen Schutzengel möchten viele ihrem Kind mit auf den Weg geben. 70% der Menschen in den USA glauben auch, dass sie einen persönlichen Schutzengel haben. In Deutschland dürften die Zahlen ganz ähnlich aussehen.

Nur gesehen hat sie noch keiner. (Außer in Holz, an Connys Tür)

Gesehen hat sie noch keiner.

Aber vielleicht schauen wir ja einfach an der falschen Stelle.

Kanaan, irgendwann im 2. Jahrtausend vor Christus

Der alte Mann sitzt vor seinem Zelt im Schatten. Heiß ist die Sonne über der Wüste, selbst jetzt noch, als sich der Tag dem Ende zuneigt und die Arbeit getan ist. Im Schatten lässt es sich aushalten. Ziellos schweift sein Blick über die weite Ebene. Plötzlich bleibt er an etwas hängen. Da kommt jemand. Drei Männer nähern sich den Zelten. Ein ungewöhnliches Ereignis hier draußen. Und eine willkommene Abwechslung. Gastfreundschaft ist im Nahen Osten eine der zivilisierten Grundtugenden. Bald sitzen sie zu viert miteinander um ein duftendes Essen. Die Fremden erzählen von hier und dort und der Alte erzählt von seinen Lebenserfahrungen: Wie er als junger Mann auf ein Wort Gottes hin alles verließ und sich auf den Weg ins Unbekannte machte. Wie Gott ihn durch Höhen und Tiefen hierherbrachte, nach Kanaan. Und wie er Gottes Versprechen glaubte, dass dieses Land einmal seinen Nachkommen gehören würde.

Erst an dieser Stelle stockt seine Erzählung. Trauer steht auf seinem Gesicht geschrieben, als er von Gottes Versprechen redet. Trauer, und vielleicht ein kleines Bissches Bitterkeit. Nachkommen gibt es nämlich keine. Die Ehe mit seiner geliebten Sara ist kinderlos geblieben. Dabei hatte Gott doch gesagt, die Familie würde einst zahlreich wie die Sterne am Himmel.

Tröstenden Worte finden die Gäste: In einem Jahr wirst du den langerwarteten Sohn haben.

In einem Jahr? Wie soll das gehen? In unserem Alter? Die greise Frau, die aus dem Zelt gelauscht hat, kann nur lachen.

Erst als sich die Gäste nach dem Mahl wieder auf den Weg machen, fällt es Abraham wie Schuppen von den Augen. Das war kein normaler Besuch.

Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. (Hebräer 13,2)

Vielleicht schauen wir ja einfach an der falschen Stelle.

Kanaan, einige Jahrhunderte später

Der junge Mann, der die Weizenernte drischt, tut dies im Verborgenen. In der Weinkelter, wo keiner damit rechnet. Zu unsicher ist es in dieser Zeit, in der in jedem Moment räuberische Banden auf schnellen Kamelen erscheinen können, um alles mitzunehmen, was nicht niet und nagelfest ist. So muss die Arbeit im Versteck geschehen, wenn man im nächsten Jahr etwas zu Essen haben will. Und selbst dort ist man vor Überraschungen nicht sicher. Denn plötzlich steht da doch ein Fremder da und lässt den jungen Mann hochschrecken: "Der Herr mit dir, du streitbarer Held!"

Da bricht es aus ihm heraus: Der ganze Frust, die ganze Enttäuschung über Gott, die Hilflosigkeit gegenüber den Feinden.

Immerhin scheint dieser Fremde friedlich und so kommt auch hier wieder die orientalische Gastfreundlichkeit zum Ausdruck: Eine Ziege wird gebraten, Brühe gibt es und frisch gebackenes Brot.

Erst als der Fremde das Gastmahl mit seinem Stab in Flammen aufgehen lässt und plötzlich verschwindet, fällt es Gideon wie Schuppen von den Augen: Das war kein normaler Besuch.

Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. (Hebräer 13,2)

Vielleicht schauen wir ja einfach an der falschen Stelle.

Zwischenspiel

In Israel ist die Gastfreundschaft in Kultur und Gesetz verankert. "Ihr wisst um der Fremdlinge Herz, weil ihr auch Fremdlinge in Ägypten gewesen seid." Diese eigene Erfahrung des Fremd-seins hat das Volk geprägt. Vielleicht hat man da einfach mehr Verständnis für die Fremden.

Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. (Hebräer 13,2)

Irgendwo im Mittelmeerraum, gegen Ende des ersten Jahrhunderts

Irgendwann sind sie müde geworden. Vielleicht war der Druck zu groß. Es ist schließlich nicht leicht, sich zum Glauben an Jesus Christus zu bekennen, wenn man dafür mindestens verlacht, vielleicht aber sogar verfolgt und gefoltert wird. Die Christen, an die sich der Hebräerbrief richtet, haben irgendwie den Mut verloren und das kann man auch ganz gut verstehen. Einige gehen schon nicht mehr zu den Gottesdiensten. Sie beginnen, die Werte der Christen zu vergessen. Fast sind sie soweit, ihre Hoffnung auf Christus einfach wegzuwerfen. Das befürchtet zumindest der Verfasser des Briefs und erinnert sie noch einmal an die Grundlagen ihres Glaubens. An Gott, der in Jesus Christus endgültig geredet hat. An Jesus selbst, der ein für alle mal Heil und Erlösung erwarb. Und an die vielen Väter des Glaubens -- eine ganze "Wolke von Zeugen" --, die vor ihnen, oft auch unter großen Schwierigkeiten, den Weg des Glaubens gegangen sind.

Also lasst euch jetzt nicht hängen, mahnt der Briefschreiber. "Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat." "Stärkt die müden Hände und die wankenden Knie
und tut sichere Schritte mit euren Füßen, dass nicht jemand strauchle wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde."

Konkret sieht das dann so aus:

Bleibt fest in der brüderlichen Liebe. Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil auch ihr noch im Leibe lebt. (Hebräer 13,1-3)

So einen Engel, den könnten sie jetzt brauchen. Gesehen hat ihn noch keiner. Aber vielleicht schauen sie ja auch an der falschen Stelle.

Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.

Albstadt, 2020

Elham Anjarini und ihre Familie leben seit viereinhalb Jahren in Deutschland, seit einem Jahr in Albstadt. Sie spricht sehr gut Deutsch, ebenso wie ihre drei Kinder und ihr Mann, der in Syrien eine eigene Firma hatte und Arbeit in Balingen gefunden hat. Die 31-Jährige besitzt eine Aufenthaltserlaubnis, aber sie tut sich trotzdem schwer bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. „Es hat bisher leider nicht geklappt“, sagt sie. Obwohl sie gute Zeugnisse hat, an mehreren Bewerbungsseminaren teilgenommen und zahlreiche Bewerbungen losgeschickt hat – bislang wurde sie erst ein einziges Mal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. „Vielleicht liegt es ja am Kopftuch“, rätselt Elham Anjarini.

Aufgeben ist nicht ihre Sache: Aus eigenem Antrieb heraus hat sie sich eine Aufgabe gesucht. Sie arbeitet ehrenamtlich in der „Secontique“ der Caritas in Ebingen. Anne Tulke, die beim Caritas-Zentrum in Albstadt als Koordinatorin für das Ehrenamt zuständig ist, begleitet Elham Anjarini seit Längerem auf ihrem Weg. Sie lernten sich beim Internationalen Frauenfrühstück – einem Angebot der Caritas – kennen.

Auch Anne Tulke kann sich nicht erklären, wieso die junge Syrerin bisher kein Glück bei der Job- bzw. Ausbildungsplatzsuche hatte, bringt sie doch alles mit, was sich potenzielle Arbeitgeber wünschen müssten: Neben Intelligenz und einer schnellen Auffassungsgabe sowie dem Willen, in Deutschland schnell heimisch zu werden, sind Elham Anjarini gute Umgangsformen wichtig, sie ist offen gegenüber anderen und es fällt ihr leicht, auf Menschen zuzugehen. „Seit ich die Sprache besser beherrsche, traue ich mir mehr zu“, erklärt sie, warum Sprache ihrer Ansicht nach der wichtigste Türöffner ist.

„Ich möchte so gern etwas machen“, sagt sie und träumt davon, als Verkäuferin, Bankkauffrau oder medizinische Fachangestellte zu arbeiten. Aus Aleppo, wo die Familie herkommt, zu flüchten, war für Elham Anjarini, ihren Mann und die Kinder die einzige Möglichkeit, mit dem Leben davonzukommen. Wenn sie von der gefährlichen Bootsfahrt erzählt, von Angriffen und Verletzungen, vom Beinahe-Kentern, von Betrügern, von einem Schlepper, der zwar ihr Geld nahm, sie aber nicht über das Meer brachte, von einem anderen, der sich wohl oder übel darauf einließ, dass er sein Geld erst am Ziel bekommen sollte – dann kann man sich vorstellen, welchen Horror Elham Anjarini hinter sich hat. Sie ist glücklich, in Deutschland angekommen zu sein. Hier gibt es Sicherheit und Frieden. (Dagmar Stuhrmann, "", Zollern-Alb-Kurier, 25.07.2020, S. 18)

Von den vielen Menschen, die in den letzten Jahren wie Elham Anjarini und ihre Familie auf der Flucht nach Deutschland gekommen sind, erfahren wir oft nur, wenn etwas schief geht. Schwarze Schafe gibt es natürlich auch unter den Flüchtlingen, so wie überall, wo es Menschen gibt.

Ob darunter auch Engel sind? Ich weiß es nicht. Wie würde ich es je erfahren?

Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.

Tailfingen, 2020

Es klingelt an der Tür. Die ältere Frau, die draußen steht, sieht verhärmt aus. Irgenwie abgekämpft. Als ich sie in mein Büro hereinbitte, lässt sie sich erst einmal schnaufend tief in einen meiner Sessel sinken. Und dann erzählt sie mir von ihrer Not. Von der Suche nach Arbeit. Vom Verlust der Wohnung. Von den Medikamenten, die sie dringend braucht.

Bald schaltet sich auch mein lange geschultes Mißtrauen ein. Ob die Geschichte wohl so stimmt? Ob das Geld, um das sie mich bittet, wirklich so ankommt, wie es mir hier beschrieben wird?

Sicher sehen Engel anders aus als die Frau, die hier in meinem Sessel kauert. Oder nicht?

Vielleicht schauen wir ja einfach nicht mit dem richtigen Blick?

Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.

Zwischenspiel

Wie Israel haben auch Christen ihre Erfahrung mit Fremdheit gemacht. Ganz besonders, wenn es um das Verhältnis zu Gott geht. Dass wir von uns aus eigentlich keinen Grund hätten, bei ihm Gnade zu finden, wissen wir. Wir kommen als Fremde, ausgegrenzt durch unsere eigenen Verfehlungen. In Jesus Christus ändert sich das: Gott zeigt uns seine Gastfreundschaft. Er lädt uns ein, zu sich. Im Abendmahl ganz sichtbar: an seinen Tisch. Aber durch Jesus Christus nicht mehr als Fremde: Versöhnt mit Gott, gehören wir jetzt zu seiner Familie.

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. (Eph 2, 19)

Aus dieser Erfahrung heraus sind wir gerufen, den anderen zu begegnen:

Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.

Noch einmal Tailfingen. Noch einmal 2020.

Da sitzen dann plötzlich die neuen Konfis im Gottesdienst. Ein paar bekannte und viele unbekannte Gesichter. Manche von ihnen nehmen heute Morgen den "alten Hasen" den lange gewohnten Stammplatz weg. Konfi-Vorstellung. Da stehen die jungen Leute nicht ganz ohne Zittern hier vorne vor dem Altar und werden erst einmal kritisch beäugt. Eigentlich -- so habe ich mir überlegt -- müsste man das ganze ja herumdrehen. Müsste eine Gemeindevorstellung machen, statt einer Konfivorstellung. Wo die Konfis in den Reihen sitzen und jeder von uns einmal aufsteht und sich vorstellt und erzählt, warum er oder sie in der Kirche ist. Und warum wir uns freuen, dass ihr Konfis jetzt daseid. Vielleicht kann sich das ja nachher draußen ergeben. Oder über's Jahr verteilt.

Da steht dann plötzlich die Sarah am Taufstein. Jetzt gehörst du ganz offiziell dazu, zu unserer Gemeinde. Ich freue mich darüber riesig. Ich denke, die anderen auch -- auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick nicht bei allen so aussieht.

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. (Eph 2, 19)

Das ist genau das, was wir heute Morgen hier am Taufstein miteinander gefeiert haben.

Ob die Sarah ein Engel ist? Ob bei den Konfis jemand sitzt, der für uns im nächsten Jahr zum Engel wird? Oder in den anderen Bankreihen jemand, den Gott einem Konfi als Engel ins Leben schickt, irgendwann in diesen kommenden Monaten?

Ich weiß es nicht. Vielleicht fängt es genau da an, was wir mit offenen Augen und vor allem offenen Herzen entdecken müssen.

Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.

Möge Gott uns dazu die Herzen öffnen.

Amen.

Über Christoph

Christoph Fischer (* 1978) ist Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg auf der Pfarrstelle “Erlöserkirche” in Albstadt-Tailfingen.

Christoph ist verheiratet mit Rebecca. Gemeinsam haben sie drei Töchter.

Pfarrer